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Gipfeltag

5. Tag: Über die Südostwand (Normalweg) auf den NelionNacht schlecht geschlafen. Um 4:30 stehen wir auf. Nach zwei Tassen Kaffe brechen wir um halb sechs bei sternenklarem Himmel auf. Als wir um 6:30 in die Route einsteigen, geht gerade die Sonne auf. Wir lassen die schweren Bergstiefel und Steigeisen am Einstieg und klettern nur mit einem leichten Rucksack. Die Route ist ohne Probleme zu finden, die Felsqualität ist gut. Der feste Gneis erlaubt genussreiche Kletterei. Der Macinder-Chimney kann meines Erachtens auch mit V- bewertet werden, ist aber mit Haken gut abgesichert. Immer den Weg des geringsten Widerstandes geht es über Bänder und Aufschwünge bis zum Südgrat des Nelion, den wir nach knapp zwei Stunden erreichen. An der völlig desolaten Biwakschachtel vorbei übersteigen wir den Südgrat und queren jenseits in die (noch) schattige Südwand. Der gefrorene Schnee auf den Bändern zwingt uns zu der ein oder anderen kleinen Variante. Hier findet man nun teilweise neue Bohrhaken und in schöner Genusskletterei (bis IV) geht es nun immer gerade hoch. Den letzten Steilaufschwung umgehen wir rechts, wobei auch links Haken und alte Schlingen vorhanden sind. Um 9:50, also nach insgesamt drei Stunden und 20 Minuten Kletterei, stehen wir auf dem Nelion (5189m), dem kleineren Zwilling des Mount Kenia Doppelgipfels. Eine atemberaubende Fernsicht gibt den Blick rundherum frei. Den Kilimandscharo können wir wegen der Wolken im Tiefland leider nicht ausmachen. Da wir auch noch zum zehn Meter höheren Batian hinüber wollen, queren wir den Grat bis zur Abseilstelle. Der Blick hinunter in die Gate of the Mists, die Scharte zwischen Nelion und Batian lässt uns erschauern. Hier herrschen winterliche Verhältnisse. Nur kleine Felsinseln ragen aus dem Firn heraus, ohne feste Bollerschuhe, Steigeisen und Pickel ist hier nichts zu holen. Wir hätten noch die ca. 40 Meter in die Scharte abseilen können, wären dort aber mit unseren leichten Kletterschuhen nicht mehr weiter gekommen. So entschließen wir uns nach kurzer Beratung, auf den Batian zu verzichten. Nach einer gemütlichen, einstündigen Gipfelrast auf dem Nelion, machen wir uns um halb Zwölf an den Abstieg. Nach ca. zweieinhalb Stunden Abseilen und Abklettern entlang der Aufstiegsroute kommen wir gegen 14:00 wohlbehalten wird am Einstieg an. Zwischenzeitlich hat die Wolkenentwicklung zugenommen und es ist deutlich kälter geworden. Eric und Stephen erwarten uns mit heißem Tee am anderen Ende des Lewis-Gletschers und übernehmen das letzte Stück bis zur Austrian Hut unsere Rucksäcke.Bild 1: Am Einstieg der SüdostwandBild 2: Genußkletterei in festem GneisBild 3: Auf dem Gipfel des NelionBild 4: Blick vom Gipfel des Nelion über den Pt. Lenana nach Südosten

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